Am 4. Dezember 2025 endete die Ausstellung wertschau und damit auch das Jahresthema Patina. Alle Ausstellungsobjekte sind in ihren Folgenutzungen in den Wilhelmsburger Zinnwerken und Berlin angekommen – ein guter Zeitpunkt, um zurück zu schauen auf die Ausstellung, die besondere Kooperation und die Finissage wertciao mit spannenden Diskussionen und noch spannenderen Gäst:innen. An die Leitfragen der wertschau anknüpfend, wurden in der wertciao verschiedene, weitere Perspektiven auf wertschätzende Praxen in Berlin und Hamburg in den Fokus gestellt, noch einmal die Netzwerke und Horizonte erweitert und gemeinsam diskutiert, welche Herausforderungen und Chancen aktuell bestehen. Dazu haben wir gezielt verschiedene Maßstäbe, Ansätze und Disziplinen gemischt, um ein Spektrum an (Un-)Möglichkeiten zu diskutieren.
Susanne Brorson studiosusannebrorson.com lenkte den Blick auf vernakuläre Baupraktiken im Ostseeraum und notwendige, bauliche Experimente, um andere Konzepte und Materialversuche forschend und gestaltend zu testen. Lisa-Marie Zander von projektbüro.city schlug von den Ostsee-Ufern die Brücke nach Hamburg an die Hafenkante in St. Pauli – eine Graufläche inmitten vieler Grünflächen mit großem Transformationspotenzial. Durch die wertschätzende Gestaltung eines Prozesses wurden kollaborative Nutzungsszenarien und Transformationsziele entwickelt und testweise umgesetzt – als Strategie für bessere Städte und Räume. Über einen besseren Umgang mit bestehenden Ressourcen, vernetzende Praxis und Baustoffe sprach Martha Starke morgen.jetzt. Mit dem Projekt MYCO+ entwickelt morgen einen Lern- und Forschungsstandort in Hamburg für die Entwicklung myzelbasierter Baustoffe.
wertschau zeigte, wie aus der Wertschätzung von Bestehendem, Neues entsteht und illustriert ein Umdenken hin zu einer Praxis, die Ressourcen nicht verbraucht, sondern achtet, pflegt und weiterdenkt anhand folgender Fragen: Welchen Wert hat Bestand und welcher Wert hat Bestand?
wertschau ist eine gemeinsame Ausstellung des Fachgebiets KONSTRUIEREN ENTWERFEN, Karlsruher Institut für Technologie, des Natural Building Labs, Technische Universität Berlin natural building lab und ZRS Architekten Ingenieure zrsberlin.
Die Ausstellungen der Saison 2025 bei auau werden unterstützt von:
Dallmer GmbH + Co. KG
GranitiFiandre S.p.A.
LAUFEN GmbH
PROLICHT GmbH
















